Herbert-Ayahuaska
Sehe in Verhältnismäßigkeit und Transparenz bei solchen Dopingverfahren auch den größten Nachholbedarf. Natürlich sind das Verfahren, in denen es hauptsächlich um gemessene Werte geht und daher das Ganze ohnehin recht zahlenlastig ist und somit komplexer als andere (Gerichts-)Verfahren im und außerhalb des Sports sind.
Eine gewisse Stringenz in den Urteilen wäre trotzdem nett, so wirkt das (von außen) oft wie Urteile im Zufallsgenerator, vor allem in höheren Instanzen, wo die Strafen oft genug schon um weit mehr als 50 Prozent reduziert wurden, was natürlich auch das Ersturteil extrem infrage stellt, wenn man da in der höheren Instanz so viel “Rabatt” bekommt und das ja doch schon einige Male.
Ob und was Sinner gewusst hat, muss er eh mit sich selbst ausmachen. Ich würde mir jedenfalls von den Dopingbekämpfern einerseits mehr Transparenz in den Urteilen wünschen und mindestens genau so wichtig: Geht an die Großen mal ran, wo bekannt ist, dass dort systematisch gedopt wird (aktuell China - Russland ist eh in vielen Wettbewerben ausgeschlossen).
Alleine, was Hajo Seppelt da immer an Infos für seine Dokus zusammenträgt im Bezug auf China, ist bemerkenswert. Und die WADA macht bei China leider schon jahrelang den hier 🙈🙉🙊, wenn die Beweise nicht so erdrückend sind, dass sie nicht mehr anders können als zu handeln.