Ultimate84 Guter Beitrag.
Die Kunst ist es ja nicht (egal ob bei Struber oder jetzt bei Beichler) ein Spiel oder die ersten paar Spiele zu gewinnen. Der Trainereffekt, weil sich jeder für einen Stammplatz beweisen will, man ein (zumindest etwas) anderes System spielt und man sich nach einem Rauswurf vielleicht auch ein bisschen selbst hinterfragt, ist tatsächlich sehr real. Die Kunst ist es vielmehr, eine Mannschaft (egal ob Stammspieler, Bankspieler oder Jugendspieler) langfristig beisammenzuhalten und dafür zu sorgen, dass die Spieler ohne Nebengeräusche weiterhin motiviert bleiben und ihre Rolle und Chancen kennen. Der Trainer muss außerdem auf Fehler und schlechte Leistungen reagieren oder sie zumindest erkennen können.
Das ist aber eine extreme Herausforderung, die man aufgrund des Trainereffekts meist noch die ersten paar Wochen verschieben oder ruhiger aufarbeiten kann. Wenn man sich jedoch auf etwas ausruht oder die Kontrolle verliert, kann man schnell wieder dort stehen, wo schon der Vorgänger war.
Vor allem in einer Mannschaft, in der viele Spieler von verschiedenen Trainern und Sportdirektoren geholt wurden und fast alle Salzburg als Sprungbrett nutzen, ist das besonders schwer. Wahrscheinlich scheitern genau deshalb 9 von 10 Trainern, weil diese Aufgabe einfach extrem schwierig ist. Das wir von der Qualität und vor allem Potenzial die mit Abstand besten Einzelspieler der Liga haben, ist wohl sowieso jeden klar. Aber vor allem wer groß reden kann, kanm schnell Feinde bilden. Du kannst wohl auch einen Ahnungslosen 1. Klasse Trainer für 10 Spiele an die Seitenlinie stellen und es wird sich trotzdem beim Nachfolger namens Pep Guardiola 1-2 Spieler finden, die der Meinung sind, dass der Vorgänger besser war. Ob das dann gerechtfertigt oder nicht ist, wird den Spieler egal sein.