Santos_FC hoffe ich für jeden in diesem Forum, dass ihr nicht selbst bei einem neuen Job innerhalb von 14 Tagen oder weniger aus der Ferne beurteilt und abgestempelt werdet, bzw. diese Bewertung dann ausschlaggebend dafür ist, ob ihr die Probezeit übersteht oder nicht.
Der erste Eindruck ist halt sehr entscheidend. Da geht’s einem Lehrling nicht anders.
Aber ich möchte Beichler zumindest etwas verteidigen, da es nicht fair ist in seine Beurteilung auch seine Bestellung negativ einfließen zu lassen. Den Eindruck habe ich bei manchen Beiträgen. Für seine Beförderung trägt er keine Verantwortung, sehr wohl aber für die Leistung in den Spielen unter seiner Führung.
Ich habe es schon nach Hartberg gesagt und möchte meinen Standpunkt noch einmal genauer ausführen:
Der Verein wechselt den Trainer fünf Spiele nach der Winterpause. Das macht man nur, wenn man mit den Leistungen sehr unzufrieden ist und die Saisonziele gefährdet sieht.
Der Verein holt in dieser schwierigen Situation keinen externen Fachmann, sondern befördert Beichler von Liefering und stattet ihn mit einem langjährigen Vertrag aus.
Das alleine passt für mich überhaupt nicht zusammen.
Beichler tritt dann an und nimmt Ikache als Co-Trainer mit. Der restliche Staff bleibt gleich.
Er gibt ein paar eloquente Interviews und ändert dann: nichts. Gegen den GAK und den LASK startete die gleiche Startelf in der gleichen Grundstaffelung. Sogar der Doppelwechsel Onisiwo/Redzic für Konaté/Baidoo war gleich.
Um es in den Worten des Philosophen Johann K. zu formulieren: wus sull dus?
Das passt einfach nicht. Die kleine Lösung bringt den Verein in der aktuellen Situation null vorwärts. Wenn Rapid das Problem hat, dass mit jedem Trainerwechsel überkorrigiert wird, dann haben wir das Problem, dass bei dem Trainerwechsel gar nichts korrigiert wurde. Wir brauchen Input von außen. Im Trainerwünsche-Thread wurden mMn realistische “große” Lösungen vorgeschlagen. Das war eine vergebene Chance.
Und Beichler hätte sich nicht ins gemachte Netz setzen dürfen. Dafür sind seine Ideen zu klein. Er hätte wie Glasner und Hütter den Umweg nehmen sollen. Mit dem Engagement schädigt er mMn seine Reputation schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt in der Karriere.