Die Entlassung kam mindestens 6 Jahre zu spät. Mir ist das Sportliche in der KM dabei wirklich komplett egal und mir wäre es sogar egal gewesen, wenn wir abgestiegen wären. Ich habe seit der Einstellung gesagt, dass ich kein Spiel von uns unter Beichler anschauen werde und das war auch so. Dass man eine Person erst bei absolutem Misserfolg entlassen muss, obwohl sie jahrelang davor mit Jugendlichen und Kindern überhaupt nicht umgehen konnte und auf eine sehr ekelhafte Weise Spielern den Traum ruiniert hat, ist für mich kaum nachvollziehbar. In meinen Augen hätte so jemand nie einen Platz im Profifußball haben sollen.
Dass er Spieler bevorzugt hat, ist okay und absolut menschlich. Dass er Spielern mitteilen muss, dass sie nicht gut genug sind oder nicht ins System passen, ist völlig legitim und richtig. Aber zu hören, dass Spieler für Taten außerhalb der Akademie (zB. in der Schule) bestraft werden, die sie gar nicht begangen haben, dann sich die Akademie in Bereiche einmischt, auf die sie eigentlich keinerlei Recht haben sollte (Schule, Internat usw.) und dass ohne ein 4 Augen Gespräche Spieler, ohne Begründung, mitten in der Nacht rausgeschmissen werden - das war für mich und für viele Spieler sehr schwierig anzusehen, für die Angehörige und die Betroffene Person sowieso. Der Spieler, den Beichler mochte, weiterhin aufgestellt und die Tat gemacht hat, wurde natürlich weiter gefördert und durfte bleiben. Und das ist ja nur ein Beispiel, zeigt aber meiner Meinung nach sehr gut, in welche Richtung sich ein Verein entwickelt, wenn Geld und Erfolg wichtiger werden als der Spaß am Sport und der menschliche Umgang.
Mir ist sportlich völlig egal, was er gemacht hat. Viele Trainer sind schon gescheitert und die meisten Trainer werden das auch weiterhin nicht schaffen. Da tragen für mich vor allem die Verantwortlichen Schuld, die so jemanden einstellen, ihn über ein halbes Jahrzehnt fördern und letztlich selbst zum Trainer ausbilden, der jetzt versagt hat. Aber Erfolg und Geld sollten trotzdem Grenzen kennen. Vor allem, wenn das Ganze am Ende sogar ein absolutes Verlustgeschäft war.
Ich wurde hier und in anderen Threads bestimmt 5 Mal markiert, weil ich angeblich recht gehabt hätte, dass er sportlich scheitern wird. Ich wollte darauf nie groß eingehen und lieber warten, bis er tatsächlich entlassen wird. Aber ich möchte damit eigentlich nicht in Verbindung gebracht werden. Dass er sportlich nicht gut genug war, haben auch viele andere User gesehen, die über Jahre hinweg U18, Youth League oder Liefering verfolgt haben. Der viel wichtigere Punkt für mich war aber immer der menschliche. Das Sportliche konnten User wie @Aphox, @Forsti37, @Alex, @HunglikeHodor, @Chriti12 usw. gleich, wenn nicht sogar wahrscheinlich deutlich besser beurteilen und sie haben das über Jahre hinweg auch getan.
Ich weiß, es ist schwer, einen Verein zu führen. Ich weiß, dass es schwer ist, die richtigen Spieler, Trainer usw. zu verpflichten, und die Erwartungen sind nach Jahren, in denen man fast perfekt war, extrem hoch. Aber ich hoffe trotzdem, dass sich so etwas (zumindest auf menschlicher Ebene) nicht noch einmal wiederholt. Egal ob U8, U18, Liefering oder Salzburg. Alles, was ich sage, ist natürlich meine persönliche Meinung und Einschätzung. Dabei geht es um viel mehr als nur Fußball. Das ist auch das letzte Mal, dass ich mich so deutlich über Beichler äußere, weil er jetzt sowieso weg ist und diese Aufmerksamkeit meiner Meinung nach weder positiv noch negativ verdient hat. Ich hoffe, dass er sich gebessert hat und das auch in Zukunft weiterhin tun wird. Das würde mich freuen, weil es viele Menschen gibt, die nie aus ihren Fehlern lernen. Wenn du das geschafft hast, Daniel, dann hast du schon mehr erreicht als viele andere Menschen. Dann wirst du sicher noch einmal einen Weg in den Profifußball als Trainer finden und (wenn du deine Fehler menschlich und sportlich erkennst) dort sicherlich auch langfristig deinen Weg einschlagen. Salzburg muss nicht dein Ende sein, sondern auch ein Anfang.