Es riecht nach Abschied!
RB Salzburg baggert intensiv an Marcus Mann (41). In den nächsten Tagen könnte ein Wechsel nach Österreich Fahrt aufnehmen. Der Boss von Hannover 96 hatte erst vor einer Woche dem VfL Wolfsburg abgesagt.
Mann ist Topkandidat in Salzburg. Er soll Geschäftsführer Sport werden und die Nachfolge von Rouven Schröder (50) antreten, der im Oktober zu Bundesligist Gladbach gegangen war. Geht es nur noch um die Ablöse? Mann hat einen Vertrag bis 2029.
Kind verhandelt mit Mintzlaff und Klopp
Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff (50) und RB-Fußball-Chef Jürgen Klopp (58) verhandeln mit 96-Investor Martin Kind (81). Darüber berichtete am Freitagabend zuerst der „Kurier“.
Nach BILD-Informationen wusste Kind bereits vor einer Woche vom Salzburg-Interesse. In den vergangenen Tagen wurde das Thema immer heißer.
Bei Mintzlaff und Klopp stand Mann früh ganz oben auf der Kandidatenliste. Inzwischen sind auch die Salzburger Verantwortlichen um den kaufmännischen Geschäftsführer Stephan Reiter (54) voll auf den Mann-Kurs eingeschwenkt.
Verlässt Erfolgs-Manager Mann Hannover 96 nach viereinhalb Jahren? Klar ist: Der 96-Boss kann sich einen Wechsel nach Salzburg vorstellen und hat das auch Kind signalisiert. Denn sonst gäbe es keinen Anlass für Gespräche zwischen den Klubs.
Beim Wolfsburger Interesse hatte Kind öffentlich gesagt, keinen Grund für Verhandlungen zu sehen. Mit den Salzburgern spricht er – weil er offensichtlich verstanden hat, dass es Mann ernster meint.
Manns Beweggründe für einen Wechsel liegen auf der Hand. In Salzburg hat er die Aussicht auf Titel und den europäischen Wettbewerb. Außerdem bestehen glänzende Perspektiven, weiter aufzusteigen – intern im RB-Kosmos (Leipzig, New York, FC Paris, Leeds, etc.), aber auch bei deutschen Topklubs.
Salzburgs ehemaliger Sportchef Christoph Freund (48) z.B. ist inzwischen beim FC Bayern.
Becker erster Nachfolge-Kandidat
Geht Mann, dürfte der bisherige Sportdirektor Ralf Becker (54) bei 96 befördert werden. Er gilt als logischer Nachfolger, arbeitete bereits auf seinen Stationen in Kiel, beim HSV und in Dresden in der ersten Reihe.
Sollten die Verhandlungen zwischen Red Bull und Hannover scheitern, könnten die Fans aufatmen. Dann dürfte sich Mann deutlich zu Hannover 96 bekennen. Auch, damit nicht in ein paar Wochen der nächste Verein Interesse anmeldet und für Unruhe sorgt.
Mann fühlt eine besondere Verbundenheit mit den Roten, machte seit seinem Amtsantritt 2021 aus dem taumelnden Traditionsverein einen Topklub in der 2. Liga. Großes Ziel ist der Bundesliga-Aufstieg.