chrischinger86
Ich hatte, denke ich, jetzt schon genug Einblick in börsennotierten Unternehmen, um zu verstehen, dass Konzernstrategien sehr schwer bis gar nicht umzusetzen sind ohne exzellentes Change Management. Bei Fußballvereinen kann ich mir das so gut wie gar nicht vorstellen.
Einen Supervisor, wie du ihn beschreibst, brauche ich eigentlich nicht. Der hat uns genau in die Situation gebracht, in der wir gerade sind.
Das Einzige, was helfen würde, wäre ein Stratege à la Rangnick, der seine eigenen Philosophien tatsächlich auch mit Leben füllen kann (weil er sie zum Teil mitgeprägt oder überhaupt erfunden hat).
Bezeichnend ist in diesem Zusammenhang, dass ja auch Rangnick selbst seinerzeit die parallele Verantwortung für Leipzig und Salzburg als nicht tragbar empfand und sich letztlich nur auf Leipzig konzentrierte. Sobald Strukturen mit übergeordneten Supervisionsfunktionen eingeführt werden, entstehen zwangsläufig diffuse Verantwortlichkeiten, Informationsdefizite etc.