90minuten: Sprechen wir ein bisschen über deine Salzburg-Zeit. Du hast sicher mitbekommen, dass Österreich U17-Vizeweltmeister wurde und nun von allen Seiten gefordert wird, dass die Spieler sofort Bundesliga spielen müssen. Ich denke da immer wieder an Spieler wie dich, die in dem Alter noch überhaupt für kein U-Nationalteam aufgelaufen sind, weil sie einfach eine andere Entwicklungskurve genommen haben. Hättest du dir mit 17 Jahren jemals vorstellen können, dass du nur wenige Jahre später erst Champions League, dann deutsche Bundesliga spielen und Nationalspieler sein wirst?
Adamu: Im Fußball kann es schnell gehen. Man kann an die Jugendlichen nur weitergeben, dass man immer weiter Gas gibt und dran glaubt. Ich habe die U17-Weltmeisterschaft auch geguckt – ich habe Gänsehaut bekommen. Da sind sehr viele talentierte Spieler dabei, aber das ist nur ein erster Step, da kommt noch mehr. Ich denke, jeder Mensch, der Ziele hat, kann diese auch erreichen, wenn er es wirklich will und die Arbeit auch durchzieht.
90minuten: Ich habe das deshalb angesprochen, weil ich mich noch genau an ein Gespräch mit einem Salzburger Verantwortlichen im Sommer 2019 unter anderem über dich erinnern kann. Er hat mir damals gesagt, dass im Verein alle über deine Entwicklung überrascht sind. Warst du damals auch über dich selber überrascht?
Adamu: Wenn ich zurückblicke, war es schon ein Wow-Moment, wie schnell alles ging. Aber ich bin nicht überrascht, ich weiß, dass harte Arbeit sich immer auszahlt und am Ende auch belohnt wird. Man muss immer dranbleiben und weiter Gas geben, ich habe noch Ziele vor mir. Ich bin echt dankbar und möchte noch mehr erreichen.
90minuten: Aber in Salzburg hat alles begonnen.
Adamu: In Salzburg hatte ich eine schöne Zeit - was ich da alles erlebt habe. Es ist cool zu sehen, wo meine Mitspieler und Trainer von damals jetzt alle sind. Jetzt spiele ich gegen Salzburg, ich kann es gar nicht erwarten.