Resch schon, aber damit das funktioniert, kannst du die Spieler nicht erst “umschulen”, wenn sie von Liefering hochgezogen werden. Und der Relationismus lebt vom Spielverständnis und den Improvisationskünsten der involvierten Spieler. Das halte ich in der Umsetzung für umso schwieriger, je jünger die Spieler sind und je weniger lange sie zusammen spielen.
Es ist ein sehr interessanter und aktuell sehr erfolgreicher Ansatz, keine Frage. Aber was offensiv erfolgreich ist, hängt im Großen und Ganzen einfach davon ab, wie der Großteil deiner Gegner aktuell auf dem Spektrum zwischen Manndeckung und Raumdeckung verteidigt. Salopp gesagt:
Manndeckung schlägt Positionsspiel, Relationismus schlägt Manndeckung, Raumdeckung schlägt Relationismus, Positionsspiel schlägt Raumdeckung.
Ich halte es für machbar eine Spielphilosophie festzulegen, die auf den Grundprinzipien Intensität und Gegenpressing fußt, und in der Ausgestaltung der Subprinzipien auf die taktischen Trends unter der Konkurrenz eingeht. Die Ausreißer in den Ergebnissen sind umso stärker, je extremer die Spielweise ist. Nur ist dann die Korrektur auch umso schwieriger, wenn der Schmäh entschlüsselt ist.