Bosse von Red Bull Salzburg traten vor die Mitglieder: Viel Lob für die wirtschaftliche Entwicklung und ein prominenter Abwesender
Red Bull Salzburg hielt zwei Tage vor dem Sieg bei Austria Wien seine Mitgliederversammlung ab.
Obwohl es bis zum verdienten 1:0-Erfolg am Samstag bei Austria Wien bei Red Bull Salzburg auch in diesem Jahr noch nicht nach Wunsch gelaufen ist, konnten die Bullen-Bosse Stephan Reiter (Wirtschaft) und Rouven Schröder (Sport) am Donnerstag in einer Räumlichkeit der Red-Bull-Arena entspannt vor die Club-Mitglieder treten. Das lag vor allem daran, dass sie sich nur rund 30 Mitgliedern erklären mussten. Zum Vergleich: Rapid Wien hat etwa 18.000 Mitglieder, Sturm Graz immerhin 7000. Während Red Bull Salzburg keine neuen Mitglieder aufnimmt, können bei den meisten Konkurrenten Interessierte einen Mitgliedsantrag stellen.
Red Bull Salzburg von externer Wirtschaftsprüferin gelobt
Dass die Bullen trotz sportlicher Krise wirtschaftlich weiterhin sehr gut dastehen, bestätigte am Donnerstag bei der jährlichen Mitgliederversammlung auch eine externe Wirtschaftsprüferin, die dem Club eine weiterhin sehr gute finanzielle Entwicklung bescheinigte und den Bundesligisten als Vorzeigeprojekt bezeichnet haben soll. Das dürfte auch den drei Vorständen Harald Lürzer (Präsident), Herbert Resch und Franz Rauch gefallen haben. Die Entlastung des Vorstandes war reine Formsache.
Rouven Schröder offiziell vorgestellt
Vorgestellt wurde den Mitgliedern der neue Sportgeschäftsführer Schröder, dessen anschließende Rede gut ankam. Der 49-jährige Deutsche sprach über die abgelaufene Transferzeit und wagte auch einen Ausblick. Schröder ist aus seiner Zeit beim Traditionsverein Schalke 04 sicher hitzigere Mitgliederversammlungen gewohnt.Das bekannteste Gesicht unter den Mitgliedern fehlte am Donnerstag: Rudolf Quehenberger. Der Ehrenpräsident, der Austria Salzburg in den 1990er-Jahren bis in die Champions League geführt hatte, weilt in Südafrika.