Es gibt Probleme im Verein, die nichts mit Taktik zu tun haben:
Mark Mateschitz scheint es plötzlich nicht mehr zu kümmern, was mit SEINEM Verein passiert. Schließlich war er von Kind auf im Stadion und ist gebürtiger Salzburger.
Seonbuchner fehlt das Talent von Freund. Gleichzeitig steht er in seinem Schatten und versucht sich und die Mannschaft so gut wie möglich in der Öffentlichkeit zu verkaufen (natürlich auch aus Eigennutz). Genauso wie der Trainer spricht er die Probleme nur lapidar an und verweist sofort auf irgendwelche Stärken. Das hat vermutlich auch mit der Philosophie von Red Bull an sich zu tun - nach außen immer positiv.
Lijnders steht dagegen widerum im Schatten von Klopp und geht sturr seinen weg, weil er diesen jahrelang bei Liverpool gelernt und auch in seinem Buch gefestigt hat. Er realisiert nicht, dass ihm dafür das Spielermaterial fehlt.
Früher hatten wir eine gesunde Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Spielern. Auch viele Spieler, die mal richtig wütend wurden, wenns nicht läuft. Heute sind wir quasi eine U21-Mannschaft, die mit Erwachsenen mitspielen will.
Manch Verantwortliche kapieren anscheinend nicht, dass viele junge Talente kein Geld und keinen spielerischen Mehrwert einbringen werden, wenn sie dauernd verlieren. Auch die Körpersprache ist verherrend. Die Spieler schütteln mal hier und da den Kopf, das wars dann aber auch schon. Von Kampfgeist und Aufopferung ist fast nichts zu sehen.
Der Umgang mit den Fans ist natürlich auch ein großes Problem. Wenn man sich die PKs international nach schlechten Leistungen anschaut, dann merkt man einen drastischen Unterschied. Bei RBS wird halb-garr vertröstet, ohne den Fans einen Fahrplan aus der Krise zu präsentieren.
Leider seh ich für bis mindestens Ende 2025 schwarz. Frühestens im Sommer könnten einige Änderungen von Klopp wirksam werden und dann später hoffentlich greifen. Seonbuchner und Lijnders werden aber in einem Jahr nicht mehr bei RBS tätig sein, soviel trau ich mich wetten; auch wenn Lijnders Klopps Schützling ist.